Prognosen für soziale Medien

Prognosen für soziale Medien

04.02.2010 – In den vergangenen Monaten sind soziale Netzwerke und
Micro-Blogs in der Beliebtheit enorm gestiegen. Wohin kann das noch
führen? Zur Beantwortung dieser Frage formulierte man bei
(http://www.gartner.com/technology/home.jsp) Gartner Zukunftsvoraussagen
für die Entwicklung der sozialen Medien in den nächsten Jahren.
Insbesondere im Fokus stand dabei die Fragestellung, wie sich soziale
Medien für das Online-Marketing und den eCommerce instrumentalisieren
lassen. Bis 2014 so sagen die Experten, würden voraussichtlich 20
Prozent des geschäftlichen eMail-Verkehrs über soziale Web-Strukturen
stattfinden. Dafür werde ein entsprechender Anteil für die klassischen
eMail-Anbieter entfallen. Tatsächlich beobachtet man bei Webmailern wie
GMX bereits Ansätze zur Schaffung eines eigenen Netzwerks. Die
Funktionen wie interne Kommunikation und Statusmeldungen werden von
vielen kostenlosen eMail-Diensten bereits übernommen, um der Entwicklung
nicht schon bald hinterherlaufen zu müssen. Bis 2012 werden 50 Prozent
der Unternehmen Aktivitäten im Bereich des Micro-Bloggings in ihre
Geschäftstrategien integrieren, sagen die Gartner-Analysten. Die große
Popularität von Twitter lasse viele Entscheider bereits Ausschau nach
einer Plattform halten, die gleiche Funktionen aufweist wie das
Boom-Portal, jedoch legten sie dabei weitaus mehr Wert auf Sicherheit
und Kontrolle über die eigenen Beiträge. Auch hier werde die interne
Kommunikation eine zentrale Rolle spielen, sodass Portale in denen das
eigentliche Schreiben von „Tweets“ der Hauptzweck sei, nur fünf Prozent
der Micro-Blogging-Aktivitäten stellen werden. Trotzdem warnen die
Experten die Unternehmen vor mangelnder Kontrolle und Auswertung ihrer
sozialen Kampagnen. Sie glauben, dass bis 2015 lediglich 25 Prozent der
Firmen routinemäßige Analysen ihrer Kommunikation und Interaktion mit
Kunden und Geschäftspartner durchführen werden. Schuld sei vor allem das
Problem der Methodik – Kunden würden an Umfragen nur unzureichend
teilnehmen, sodass ein Gesamtbild über die Güte der sozialen Aktivitäten
nur äußerst schwierig zu erzeugen sei. Würde man Software dafür
einsetzen, wäre die Ablehnung der Anwender jedoch ebenfalls
inakzeptabel, so dass im Endeffekt sinnvolle Analysen in den sozialen
Medien ein großes Problem darstellen könnten.

Quelle: ecin newsletter vom10.02.2010 www.ecin.de

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