Gegen soziale Verwirrung: Leitfaden Social Media

 26.10.2010 – Das Internet ist noch immer ein datenschutzrechtliches Minenfeld. Fehltritte zu vermeiden, soll ein neuer Ratgeber helfen. Dieser wurde zusammengestellt vom (http://www.bvdw.org/) Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und fasst mehrere Aspekte, auf die man achten muss, zusammen. Zum Einen ist natürlich die Transparenz von hoher Bedeutung, vor allem wenn man den Nutzer nicht im Dunkeln tappen lassen will. Achtung: Die Erhebung und Verwendung von Daten setzt automatisch eine sogenannte zweckgebundene Erlaubnis voraus, die entweder durch ausdrückliche Bestätigung des Nutzers, oder durch die Gesetzgebung bestimmt ist. Der Nutzer muss über Art, Umfang und Zweck seiner Angaben informiert werden, oder zumindest die Möglichkeit haben, sich leicht Zugang zu entsprechenden Informationen zu beschaffen. Werden Daten jedoch weiter verwendet oder etwa für Werbezwecke an Dritte weiter gegeben, so ist stets eine ausdrückliche Einwilligung des Anwenders erforderlich. Gegebenen Falls müssen dann auch die Datenschutzerklärungen angepasst werden. Der Kunde bleibt grundsätzlich im Besitz seiner Daten, auch wenn diese bei sozialen Netzwerken auf seinem Profil und in Kurzansichten auf anderen Accounts angezeigt werden. Für die Verwendung von Preisausschreiben und ähnlichem ist dann wieder eine ausdrückliche Einverständniserklärung einzuholen. Der Nutzer muss darüber hinaus die Möglichkeit haben seine Daten selektiv freizugeben, zum Beispiel also bei Facebook nur Größe und Haarfarbe anzugeben und den Rest im Geheimen zu lassen. Er darf also nicht gezwungen werden alle Daten, die über ihn gespeichert sind auch für alle Welt sichtbar zu machen. Plattformbetreiber sollten sich stets zusichern lassen, dass die von Kunden hochgeladenen Inhalte auch diesen gehören, beziehungsweise, dass diese sie hochladen dürfen. Auch in Sachen Sicherung der Daten gilt für Anbieter von sozialen Diensten eine Sonderheit. Der Verwender hat nämlich keinen Anspruch darauf, dass seine Daten auf dessen Server gespeichert werden, sie sind dort also nicht „sicher“ im eigentlichen Sinne. Der Anwender hat also selbst dafür Sorge zu tragen, dass seine Bilder, Videos und Texte noch auf einem anderen, am besten eigenen, Speichersystem sicher lagern. Der Leitfaden steht auf der Webseite des BVDW kostenlos zur Verfügung.

Quelle Ecin newsletter vom 03.11.2010 www.ecin.de

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