Social Media Club München: Social Media Cases aus der Versicherungsbranche

Versicherungen und Social Media – passt das zusammen? Dieser Frage näherten sich gestern beim Social Media Club München zwei Repräsentanten der Versicherungsbranche: Markus Walter, Social Media Communicator der Allianz Deutschland AG und Andreas Bode, Vorstand der R+V Direktversicherung AG.  Beide Versicherungen sind seit 2009 im Social Web vertreten und stehen vor den gleichen Herausforderungen:

  • widerstände im eigenen Unternehmen abbauen und Kollegen davon überzeugen, dass auch die eher konservative Versicherungsbranche in Social Media präsent sein muss.
  • „Unsexy“ Inhalte – so der Tenor beider Referenten beim Social Media Club – für das Web 2.0 hübsch bzw. interessant machen.
  • Nähe zur Zielgruppe der Digital Natives schaffen, die sich bisher wenig mit Versicherungen befasst hat.

Social Media Club: Probieren geht über Studieren  Herr Walter und Herr Bode überzeugten die Teilnehmer des Social Media Clubs, dass das Prinzip des Social Webs perfekt zur Versicherungsbranche passt. Die Allianz stehe dafür, dass ihre Vertreter in direktem Kontakt mit der Zielgruppe sind, im Ortsverein, beim Stammtisch, beim Hausbesuch. Genossenschaften wie die R+V Direktversicherung seien sogar der Ursprung von Social Media, so Bode. Die Basis ist also vorhanden. Jetzt geht es um die Umsetzung. Für beide heißt das: Ausprobieren! Bode von R+V Direktversicherung geht sogar noch weiter: Wir wissen noch nicht, was wir von Social Media haben. Aber wir wissen, dass wir Nichts haben, wenn wir nicht dort sind.

Bei der Allianz steht Social Media auch für Charakter

Die Allianz setzt auf Social Media, weil sie für ihre Kunden da sein will. In Facebook & Co. möchte sie die Sprache der Zielgruppe sprechen, sich von der persönlichen Seite zeigen und spannende Inhalte bieten. Die Formel, die Walter dafür beim Social Media Club aufstellte, lautet: Corporate Social Media = communication + character + content. Dafür nutzt die Allianz vor allem Facebook und Twitter. Darüber hinaus beobachtet sie das Web. Da im Netz jedoch wenig über Versicherungen geredet werde, passiert hier nicht viel. An ein Blog traute sich die Allianz bis heute nicht heran. Dafür sei sie doch zu spießig, sagte Walter beim Social Media Club.

R+V Direktversicherung beim Social Media Club

Die R+V Direktversicherung ist mutiger. Sie hat ein Blog, zwei Twitter-Accounts (@ruv_de für Journalisten und @ruv24_de für Kunden) und eine Facebook Fanpage. Sie ist bei Flickr und hat einen YouTube Channel. Über Social Media möchte die Versicherung mit ihren Kunden in den Dialog treten. Beschwerden versteht sie als Anregung für Verbesserungen und Möglichkeit direkt mit der Zielgruppe im Web zu kommunizieren.

Allianz und R+V Direktversicherung machen vor, wie Versicherungen im Social Web ihre Zielgruppe ansprechen können. Daran sollte sich die Branche ein Beispiel nehmen. Denn – um mit den Worten des Social Media Club Referenten Bode zu schließen – wenn sich die Versicherungsunternehmen nicht an die veränderte Kommunikation anpassen, sterben sie wie die Dinosaurier. In diesem Sinne also: weiter so!

Quelle: http://www.netz-reputation.de/2010/11/social-media-club-munchen/

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