Kommt der Zahltag von Social Media auch in der Versicherungsbranche?

„Der Zahltag von Social Media kommt“, so die Überschrift einer aktuellen Studie von McKinsey zum ökonomischen Nutzen von Social Media. Die wesentlichsten Ergebnisse hat Holger Schmidt in seinem Blog unter dem Titel „Social Media lohnt sich für Unternehmen“ zusammengefasst.

Die größten ökonomischen Vorteile beim Einsatz von Sozialen Medien wird bei den betfragten Unternehmen im schnelleren Zugang zu Wissen, sinkenden Kommunikationskosten und der steigenden Zufriedenheit von Partnern und Lieferanten gesehen.

In Bezug auf interne Verbesserungen wurden vorallem der bessere Zugang zu Informationen, Senkung der Kommunikationskosten und der schnellere Zugang zu internen Experten genannt.

Insgesamt berichteten 27 Prozent der Unternehmen von steigenden Marktanteilen und höheren Margen als Folge des Einsatzes sozialer Medien. Unternehmen, die hochgradig vernetzt arbeiteten, gehörten mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent zur Gruppe der Unternehmen mit den größten wirtschaftlichen Erfolgen.

Abschließend heißt es in dem Beitrag:

„Die Lehre aus der Untersuchung sei klar: Der Verzicht auf das interne wie externe Netzwerk könnte ein kritischer Fehler sein. Führungskräfte müssten ihre Unternehmen in Richtung eines voll vernetzten Unternehmens steuern. Dies könne in mehreren Schritten geschehen. Unternehmen müssten soziale Medien in das Tagesgeschäft ihrer Angestellten integrieren. Nur wenn die Mitarbeiter den Einsatz täglich übten, werde es auch in das Tagesgeschäft einfließen und seine Vorteile entfalten können, hieß es. Unternehmen sollten auch die Barrieren für den kulturellen Wandel einreißen. Voll vernetzte Unternehmen hätten die besten Informationsflüsse gehabt, die den Talenten im Haus die nötige Flexibilität für die Entscheidungen gegeben habe.“

Was heißt das nun für die Versicherungsbranche?

Ist ihr Unternehmen voll intern und extern vernetzt? Haben Ihre Mitarbeiter den vollen Zugriff auf die neuen Medien und Plattformen und spielen diese im Tagesgeschäft schon eine Rolle?

Ich denke, dass dies bei den meisten Versicherungen nicht der Fall ist . Im Tagegeschäft dürften die sozialen Netzwerke  eher eine untergeordnete Rolle spielen.  Eine wichtige Botschaft der Studie ist aus meiner Sicht, dass der kulturelle Wandel im Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor für Social Media ist. Auch wenn diese Erkenntnis nichts wirklich Neues ist, so findet man in der Praxis doch eher einen gewissen Aktionismus bei dem Einstieg in Social Media. Leider wird oft nicht abgeklopft, wo das Unternehmen steht, ob Social Media überhaupt in die Unternehmenskultur passt und wie ein Kulturwandel forciert werden kann. Social Media Aktivitäten werden als Insellösungen im Unternehmen platziert und man hofft, dass sich der Kulturwandel von selbst vollzieht, ohne die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Die Tatsache, dass in vielen Unternehmen schon allein der Zugang zu den Sozialen Medien für die Mitarbeiter versperrt ist, dürfte ein Indiz dafür sein, dass die kulturellen Voraussetzungen noch lange nicht so sind, dass sich die genannten Vorteile realisieren lassen.

Wie siehte es in Ihrem Unternehnen aus?

  • Sind Sie ausreichend intern und extern vernetzt?
  • Haben Ihre Mitarbeiter die Möglichkeit den Einsatz von Social Media täglich zu üben?
  • Wie weit sind Sie mit Ihren kulturellen Wandel?
  • Realisieren Sie bereits die og. ökonomischen Vorteile durch Social Media?

Ich freue mich über Ihre Kommentare!!!

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