Interview zum Thema „Social Media und Versicherungen“ mit Carlo Bewersdorf

Seit einiger Zeit stehe ich mit Carlo Bewersdorf im Austausch zum Thema „Social Media bei Versicherungen“ .  Ein Ergebnis dieses Austauschs ist das nachfolgende Interview, in dem ich ihm 6 Fragen zum Engagement der Asstel im Bereich Social Media gestellt habe .

Die Asstel war bereits sehr früh im Bereich Social Media aktiv. Bekannt sein dürfte insbesondere der sehr erfolgreiche blog http://www.asstelblog.de/.

Carlo Bewersdorf ist Geschäftsführer Marketing der Asstel Prokunde Versicherungskonzepte GmbH, Tochtergesellschaft der Gothaer. Er verantwortet neben der Markenführung und –kommunikation ebenfalls den Online-Direktvertrieb sowie die Unternehmenskommunikation.

 

 

 

Und nun zum  Interviews:

 

Frage 1:

Welchen Nutzen und welche Potenziale sehen Sie in Social Media? Warum beschäftigt sich die Asstel mit dem Thema „Social Media“?

Antwort Herr Bewersdorf:

Wir sehen in Social Media ein enormes Potenzial. Gerade für sonst eher anonyme Online-Unternehmen wie Direktversicherer eröffnen Blogs, Foren, Twitter und Facebook ganz neue Möglichkeiten der Kundenkommunikation. Social Media gibt ihnen die Chance, ein Gesicht zu zeigen und Nähe zu den Verbrauchern aufzubauen. Denn das ist schließlich die Basis für Vertrauen. Im Grunde können Unternehmen die Augen vor dem Web 2.0 nicht mehr verschließen – allein in Deutschland gibt es rund 15 Mio. Facebook-Nutzer. Wer nicht dabei ist, weiß auch nicht, über was seine Kunden diskutieren, welche Erfahrungen sie gemacht haben und weitergeben. Folglich hat er es auch deutlich schwerer, neue Kunden von sich zu überzeugen bzw. Bestandskunden an sich zu binden.

Frage 2:

Der Nutzen ist für Entscheider ja oft nicht wirklich greifbar. Gerade in der Versicherungsbranche, wo die Policen die wesentliche Maßeinheit sind, ist es oft schwer den Nutzen von SM verständlich zu machen. Wie schaffen Sie es, Ihren Vorstand für das Thema „Social Media“ zu begeistern?

Antwort Herr Bewersdorf:

Unser Vorstand stand bei der Entscheidung, Social Media ins Marketing-Konzept aufzunehmen, von Anfang an hinter uns. Große Überzeugungsarbeit mussten wir nicht leisten. Die aktuellen Entwicklungen beobachtet der Vorstand genau: potenzielle Kunden werden von den Vergleichsportalen sehr schnell auf Plattformen weitergeleitet, auf denen bewertet wird und Meinungen zu Unternehmen ausgetauscht werden. Daher sind wir der Auffassung, dass Unternehmen hier präsent sein sollten.

Frage 3:

Was macht die Asstel alles im Bereich Social Media und wie würden Sie Ihren aktuellen „Reifegrad“ formulieren? Was hat sich bei Asstel durch Social Media verändert?

Antwort Herr Bewersdorf:

Im Mai 2010 haben wir im Rahmen der Neu-Positionierung fünf Asstel Mitarbeiter zu sogenannten Botschaftern auserkoren und sie ins Web 2.0 geschickt. Auf gutefrage.net, Twitter oder Facebook stehen sie im Dialog mit Verbrauchern: Sie geben Ratschläge und Tipps oder beantworten konkrete Fragen. Mittelpunkt ist das Asstel Blog. Hier berichten die Botschafter aus ihrem Alltag und geben Einblicke hinter die Kulissen von Asstel.
Unseren Reifegrad würde ich als „erfolgreich etabliert, jedoch durchaus ausbaufähig“ bezeichnen. Und genau dem nehmen wir uns in diesem Jahr an und erweitern unsere Botschafterpräsenzen beispielsweise um finanzfrage.net oder eine Facebook-Fanpage.

Unsere Mitarbeiter leben unser Social-Media-Konzept. Daher hat es uns als Unternehmen in soweit verändert, als dass wir im Inneren stärker zusammengewachsen sind. In der Außenwahrnehmung waren wir bislang eher unscheinbar – auch das hat sich radikal verändert. Wir gelten nunmehr als Vorreiter und Pionier in Sachen Kundendialog im Web 2.0.

Frage 4:

Gibt es ein besonders positives oder negatives Erlebnis, das Sie mit Ihren Social-Media-Aktivitäten hatten?

Antwort Herr Bewersdorf:

Bisher waren alle unsere Erfahrungen durchweg positiv. Natürlich ist auch Kritik aufgekommen. Diese nehmen wir sehr ernst, reagieren schnell, um daraus zu lernen und bestenfalls dem Kunden zu helfen. Damit sind wir bislang sehr gut gefahren.

Frage 5:

Wie „social“ ist die Asstel in fünf Jahren?

Antwort Herr Bewersdorf:

Unsere Entscheidung steht fest: Wir werden unser Social-Media-Engagement weiter ausbauen. Neben finanzfrage.net und eigener Facebook-Fanpage gibt es Überlegungen, auch den Kundenservice auf diesen Bereich auszuweiten. Social Media wird also ein integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells werden.

Frage 6:

Was schätzen Sie privat am Web 2.0 und welcher ist Ihr persönlicher Lieblingskanal?

Immer wieder interessante neue Menschen kennenzulernen oder alte Freunde wiederzutreffen! Außerdem schätze ich die Inspiration durch kreative Hinweise und Ideen. Am liebsten bewege ich mich mittlerweile auf Twitter!

Ich danke Herrn Bewersdorf recht herzlich für das Interview!

Eine Antwort zu “Interview zum Thema „Social Media und Versicherungen“ mit Carlo Bewersdorf

  1. Hallo,
    interessants Interview. Social Media wird auch für uns immer wichtiger!
    Beste Grüße
    Marco Zimmermann

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