Fachsymposium „Social Media in der Versicherungswirtschaft“: Die Zeit des Experimentierens ist vorbei

Pressemitteilung der Versicherungsforen Leipzig

[Leipzig, 29. Februar 2012] Unter fachlicher Leitung der Versicherungsforen Leipzig fand vom 28. bis 29. Februar das 2. Fachsymposium „Social Media“ statt. Rund 100 Teilnehmer aus der Versicherungswirtschaft, darunter Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, PR, Vertrieb, Personal und IT, nahmen an der zweitägigen Veranstaltung in Leipzig teil.

Aus der Weiterentwicklung sozialer Netzwerke und der neuen Generation mobiler Endgeräte ergeben sich viele Ansatzpunkte zur Neukundengenerierung. Die Versicherungswirtschaft, die dieser Entwicklung bisher größtenteils noch mit Zurückhaltung begegnete, muss diesen Trend noch stärker aufgreifen und eigene Lösungen finden, wenn sie auch künftig mit den zunehmend Social-Media-affinen Kunden auf Augenhöhe kommunizieren will. Während des Symposiums wurde intensiv über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen bei der Implementierung von Social-Media-Aktivitäten in bestehende Marketing- und Vertriebsstrategien diskutiert.

Die Referenten, darunter Vertreter der Allianz Deutschland AG, der Google Germany GmbH, der Universität Stuttgart, der Sparkassen-Versicherung Sachsen, der Provinzial Rheinland Versicherung AG oder der kununu GmbH, skizzierten verschiedene Szenarien für die Nutzung von Social Media in der Versicherungswirtschaft und zeigten anhand von Best-Practice-Beispielen ungenutzte Geschäftspotenziale auf.

Social Media im Versicherungsvertrieb
Laut den Ergebnissen einer Google-Studie aus dem Jahr 2011 nehmen etwa 84 Prozent der Befragten das Internet zu Hilfe, um Kaufentscheidungen zu treffen und 71 Prozent lassen sich dabei von Empfehlungen aus dem Freundes- und Familienkreis beeinflussen. Durch die Partizipationsmöglichkeiten des Einzelnen gewinnt das Web 2.0 für Versicherungen zunehmend an Bedeutung.

Philippe Renfer, Industry Manager Financial Services bei Google, erläuterte in seinem Vortrag die Möglichkeiten zur Steigerung der Performance von Kampagnen mithilfe des 2011 eingeführten sozialen Netzwerks Google+: „Wenn man es schafft, echte Beziehungen zu Usern aufzubauen, erwachsen daraus enorme Multiplikationseffekte.“

Ziel ist es, dass Google+ das Potenzial von persönlichen Beziehungen und die Möglichkeiten des Teilens miteinander vereint. „Integrieren Sie soziale Elemente in sämtliche Online-Aktivitäten“, empfahl Philippe Renfer zukunftsweisend.

Henning Meyer, zuständig für die Vertriebsentwicklung bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen, stimmte mit seinem Vortrag „Social Media – Die Experimentierzeit ist vorbei“ in diesen Tenor ein. Er plädierte für eine zielgruppengerechte Onlineansprache durch professionelle Social-Media-Aktivitäten.

Seiner Ansicht nach dürfen Versicherer heute soziale Netzwerke nicht mehr ignorieren; der Austausch findet so oder so statt. Versicherer stehen damit vor der Frage, ob sie ihr Image in den Netzen mitgestalten wollen.

Social Media im Personalmarketing
Nicht nur im Bereich Vertrieb und PR gilt es, den Möglichkeiten von Social Media offen zu begegnen. Das sich durch die sozialen Netzwerke verändernde User-Verhalten gilt es auch bei der Personalgewinnung zu berücksichtigen.

Die Themenpalette reicht hier vom Employer Branding bis zum E-Cruiting. Wie die Allianz Deutschland AG diesem Trend begegnet, erläuterte Dominik A. Hahn, mitverantwortlich für das Personalmarketing im Unternehmen. „Social Media, als Recruiting- bzw. Brandinginstrument richtig eingesetzt, kann helfen, Unsicherheiten bei der Arbeitgeberwahl zu minimieren und bei beruflichen Entscheidungen unter Umständen das Zünglein an der Waage sein“, bilanzierte er angesichts des hart umkämpften Bewerbermarktes.

Wie umgehen mit Bewertungsportalen – Fluch oder Segen?
Carolin Horn von der kununu GmbH, einem der größten Arbeitgeberbewertungsportale im deutschsprachigen Raum, wollte mit ihrem Vortrag die Angst vor den Risiken eines Social-Media-Auftritts bzw. vor Bewertungsportalen nehmen.

 „Natürlich besteht die Gefahr, dass sich Mitarbeiter nicht nur positiv auf Portalen wie kununu.com äußern. Die Generation der sogenannten „digital natives“ kann allerdings sehr gut differenzieren, wie sie mit negativen Aussagen aus dem Social Web
umgeht. Demgegenüber steht jedoch der vielfache Nutzen für Unternehmen, wenn Mitarbeiter durch positive Erfahrungsberichte zum Imagebuilder werden und so die Werbetrommel für die Firma schlagen.“

Die überaus positive Resonanz auf die Veranstaltung und die Relevanz des Themas machte deutlich, dass weiterer Austausch zu diesem Thema gewünscht ist. Die Versicherungsforen Leipzig laden daher schon jetzt zum 3. Fachsymposium „Social Media“ am 27./28.02.2013 in Leipzig ein.

Weitere Informationen zum Fachsymposium sowie eine Veranstaltungszusammenfassung, erhalten Sie unter folgendem Link: www.versicherungsforen.net/social-media

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