Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Insurance goes mobile – Mobile Anwendungen erhalten Einzug in die Assekuranz

[Leipzig, 23. Februar 2017] Mobile Technologien und Endgeräte sind aus dem privaten und geschäftlichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Auch Versicherungsunternehmen entziehen sich diesem Trend nicht mehr und arbeiten an umfassenden mobilen Lösungen. Am 21. und 22. Februar 2017 fand daher bereits zum sechsten Mal die Fachkonferenz „Insurance goes mobile – Strategien, Prozesse, Applikationen“ der Versicherungsforen Leipzig statt. 

Unter der fachlichen Leitung von Dr. André Köhler diskutierten über 100 Experten der Versicherungswirtschaft bei der zweitägigen Veranstaltung die aktuellen Herausforderungen, die der Einsatz und die Entwicklung mobiler IT-Anwendungen mit sich bringen und wie Versicherungsunternehmen die neuen technologischen Möglichkeiten nutzen können, um Mitarbeitern und Kunden die Kommunikation zu erleichtern. Von Kundenservice-Apps bis zu mobilen Lösungen zur Vertriebsunterstützung, sind die Einsatzmöglichkeiten dabei vielfältig.

Klar sein sollte für alle Unternehmen, dass die Nutzung mobiler Endgeräte für Kunden im privaten Leben zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Die Annehmlichkeiten, die Smartphones und Tablets bieten, erwarten Kunden auch im Kontakt mit (Versicherungs-)unternehmen. Prof. Dr. Carsten Felden (TU Bergakademie Freiberg) gab jedoch zu bedenken, dass einige mobile Kanäle für die offizielle Kundenkommunikation nicht erlaubt sind, beispielsweise der Versand sensibler Daten und Dokumente über Facebook und WhatsApp. Hier gilt es den Kunden aufzuklären und ebenso einfache Kontaktwege zu etablieren.

Silke Lautenschläger, Mitglied des Vorstands der ERGO Deutschland AG, betonte in ihrem Vortrag, dass Unternehmen die „Orte“, an denen Kunden heute unterwegs sind, durch mobile Unterstützung viel besser miteinander verknüpfen und so die Kundenzufriedenheit stärken können. Durch diese unmittelbare Nähe werden Unternehmen im Alltag des Kunden viel präsenter und die Geschwindigkeit in der Kundeninteraktion steigt. Die ERGO setzt hierbei auf die mobile Homepage als zentrale Anlaufstelle.

Die CosmosDirekt Versicherung hat sich für einen gegenteiligen Ansatz entschieden: Da das Kundenportal auf der Webseite nicht responsiv programmiert ist, entschied man sich, eine Kundenportal-App in einem agilen Ansatz zu entwickeln. Agile, crossfunktionale Teams und ein Minimum-Viable-Product-Ansatz führten schnell zum Erfolg. Auch bei der Consorsbank setzt man auf einen agilen Ansatz bei der App-Entwicklung. Hohe Akzeptanz der Kunden, kurze Updatezyklen und letztendlich auch eine gestiegene Anzahl an Trades, die den Kunden durch die App möglich gemacht wurden, zeigen den Erfolg.

Einen anderen Einsatzbereich mobiler Anwendungen zeigte Ralph Demtröder von der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) auf. Die DVAG setzt seit jeher auf einen mobilen Vertrieb, der vor Ort bei seinen Kunden zu Hause berät. Naturgemäß mussten daher früher alle notwendigen Unterlagen mitgenommen werden. Schon früh entschied sich die DVAG auf mobile Technologien zu setzen und hat in den vergangenen Jahren sämtliche Materialien, die ein Berater benötigt, digitalisiert. Heute können die Mitarbeiter ihre gesamten Beratungsgespräche mit dem iPad führen und haben dort alle Informationen gebündelt. Demtröder gab jedoch zu bedenken, dass dies zwar gut klingt, doch die Akzeptanz der neuen Systeme erst erlernt werden müsse. Gerade bei älteren Mitarbeitern bestehe ein hoher Schulungsbedarf.

Weitere Vorträge der Veranstaltung kamen von der Barmenia Krankenversicherung, der Deutschen Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft, der Generali, der Alten Leipziger Halleschen und vom HDI. Zudem kamen die InsurTechs fileee und Haftpflichthelden zu Wort.

Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.versicherungsforen.net/mobile_it

— Pressemitteilung —

Ihre Ansprechpartnerin
Katharina Thiemann
T +49 341 98988-224
E katharina.thiemann@versicherungsforen.net
I http://www.versicherungsforen.net/presse

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Social Media – von der Masse akzeptiert, aber was führt zum Erfolg?

— Pressemitteilung —

[Leipzig, 16. Februar 2017] Das Social-Media-Potenzial für Versicherungsunternehmen ist groß. Dies zeigen nicht zuletzt die steigenden Nutzungszahlen der sozialen Kanäle der Assekuranz. Wie man Kunden dort halten kann und welche Faktoren erfolgversprechend sind, wurde auf der siebten Fachkonferenz „Online-Marketing & Social Media in der Versicherungswirtschaft“ der Versicherungsforen Leipzig diskutiert.  

Social Media ist in unserer Gesellschaft und auch der Assekuranz mittlerweile zu einem Standard geworden, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Trotzdem unterliegt das Thema einem starken Wandel und immer neue Kanäle kommen hinzu oder verschwinden wieder von der Bildfläche. Aufgrund der enormen Geschwindigkeit, mit der sich Informationen in den verschiedenen Social-Media-Kanälen verbreiten, und der Fülle an Angeboten müssen Unternehmen sich mit der Frage auseinandersetzen, wie der Kunde am besten erreicht wird. Rund 60 Experten der Assekuranz diskutierten daher am 14. und 15. Februar 2017 bei der Fachkonferenz „Online-Marketing & Social Media in der Versicherungswirtschaft“, wie sich Social-Media-Auftritte fit für die Zukunft machen lassen.

Dass Content King ist, darüber sind sich mittlerweile wohl alle Akteure einig. Einen Einblick, mit wem unsere (Marketing-)Botschaften überhaupt konkurrieren, gab Dr. Sven Sebastian vom Proventika Institut für angewandte Hirnforschung und Neurowissenschaften. Er betonte, dass das menschliche Gehirn rund 80 bis 90 Prozent seiner Leistung dafür benötige, den eigenen Körper am Laufen zu halten. Die verbleibende Aufmerksamkeit könne man nur erreichen, wenn man dem Gehirn Input biete, der es emotional befriedigt. Unternehmen müssen daher versuchen, sich an den natürlichen Touchpoints der Kunden zu platzieren.

Unternehmen haben auf der anderen Seite rund 130 Touchpoints, an denen sie ihren Kunden Inhalte ausspielen müssen. Diese reichen von der Telefonhotline über den klassischen Vermittler bis hin zum Facebook-Auftritt. Hier gilt es den Überblick zu behalten und die einzelnen Touchpoints geschickt zu verwalten, erklärte Referentin Miriam Löffler. (Potenzielle) Kunden finden heute über das Web nicht mehr nur die eigenen Informationen, sondern auch Bewertungen, Presseberichte und Kundenmeinungen in den sozialen Kanälen. Umso wichtiger ist daher eine völlig transparente Kommunikation und ehrlicher Content.

Beispiele, wie dies aussehen kann, gaben die Generali Versicherungen und die HanseMerkur Versicherungsgruppe. Die Generali hat im Rahmen der Einführung ihrer Vitality-Produkte eine umfassende Twitter-Kampagne durchgeführt. Hierbei setzte das Unternehmen auf verschiedene Formate (Twitter-Umfragen, News, Infografiken usw.), um das Thema mit Leben zu füllen und die Vorteile der Produktreihe hervorzuheben. Aufgrund eines großen Zuwachses an Twitter-Followern und positiver Presseberichterstattung sieht die Generali diese Kampagne als Erfolg.

Einen anderen Ansatz probierte die HanseMerkur Versicherungsgruppe aus. Als Sponsor der TV-Filmreihe „#SchleFaZ“ (Schlechteste Filme aller Zeiten), die satirisch im Nischensender Tele 5 ausgestrahlt wird, präsentierte das Unternehmen sich und seinen Markenclaim „Hand in Hand“ in humoristischer Weise auf Twitter und mit Cut-ins in den Filmen. Positives Feedback der Kunden sowie eine enormer Anstieg der Twitter-Follower waren die Folge.

Ein weiterer Praxisbeitrag kam aus dem Hause der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Uwe Schröder, Leiter Beschwerde- und Qualitätsmanagement, erläuterte sehr offen die Wirkung öffentlicher Beschwerden über die sozialen Medien auf das eigene Unternehmen. Dies verdeutlichte er anhand einer Beschwerde, die sich viral im Internet verbreitete und das Unternehmen zu einem schnellen Einlenken zwang.

Weitere Vorträge der Konferenz kamen von Progress Finanzplaner, welche auch kritische Worte am Social-Media-Hype übten, und der TU Dresden, die ihre Studie zur Versicherungs-Blogosphäre vorstellte.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versicherungsforen.net/om

 

 

Social Media in der Assekuranz – Dabei sein ist eben nicht alles!

[Leipzig, 28. Februar 2014] Dies zeichnete sich bei der 4. Fachkonferenz „Social Media in der Versicherungswirtschaft“ der Versicherungsforen Leipzig am 25. und 26. Februar 2014 in Leipzig deutlich ab. Wurde Social Media in der Assekuranz anfangs kritisch beäugt, ist die Branche sich des konkreten Nutzens mittlerweile bewusst. Sowohl in den Bereichen Image- und Markenbildung als auch in Vertrieb und Kundenbetreuung entwickelt sich Social Media zu einem festen Bestandteil im Kommunikationswegemix der Versicherer.

Wo stehen Versicherungsunternehmen in puncto Social Media heute und wo liegen die Schwerpunkte der Aktivitäten? Welche Ansätze funktionieren gut, welche weniger? Diesen und vielen weiteren Fragen gingen in Leipzig auf der bereits vierten Fachkonferenz „Social Media in der Versicherungswirtschaft“ rund 100 Experten der Assekuranz auf den Grund.

War Social Media vor ein paar Jahren für viele Unternehmen noch absolutes Neuland, ist es heute aus den Kommunikationsstrategien der Versicherer nicht mehr weg zu denken. Fragen nach dem Nutzen einzelner Social Media-Kanäle stellen sich kaum mehr. Kommunikationskonzepte, bei denen Zielgruppen und relevante Themenwelten identifiziert werden, rücken hingegen in den Fokus. Längst sind die Diskussionen um Social Media nicht mehr von Skepsis und Zurückhaltung geprägt; mittlerweile weiß die Branche um das veränderte Kommunikationsverhalten der Gesellschaft, für die diese neuen Medien längst selbstverständlich geworden sind.

Be present – be relevant
Den Auftakt der diesjährigen Fachkonferenz machte Prof. Dr. Marco Hardiman von der Fachhochschule Kiel. In seinem Vortrag stellte er eine wissenschaftliche Sicht auf die sozialen Medien vor und zeigte auf, dass „social“ kein neues Phänomen ist, sondern dem Menschen als soziales Wesen seit Jahrhunderten innewohnt. Neu sei lediglich die Verlagerung in die Medien und die daraus resultierende Öffentlichkeit, die der Einzelne erlangt.

Um gegen andere Werbebotschaften zu bestehen, empfahl Prof. Hardiman aus wissenschaftlicher Sicht, die sogenannte „Consumer Energy“, also den Aufwand den Kunden bereit sind zu leisten, um einen Mehrwert für ein Unternehmen zu schaffen, zu nutzen. Diese Consumer Energy resultiert aus der Persönlichkeit und Motivation der Kunden, aber auch aus Markenimage und leistung der Unternehmen. Durch den erfolgreichen Einsatz von Social Media-Aktivitäten kann es Unternehmen gelingen, Consumer Energy zu generieren.

Wie dies in der Praxis aussehen kann, zeigte der Vortrag von Björn Ollhäuser, BMW, der die Social Media-Strategie des Autoherstellers eindrucksvoll präsentierte. BMW hat erkannt, dass Social Media nicht nur eine Rolle in der Unternehmenskommunikation spielt, sondern dass es in nahezu allen Abteilungen Anknüpfungspunkte gibt. Zwar scheint sich ein emotionales Produkt wie ein Fahrzeug auf den ersten Blick einfacher über Social Media vermarkten zu lassen, das Fundament einer erfolgreichen Social Media-Kommunikation sei aber bei allen Produkten grundsätzlich dasselbe: den Dialog mit dem Kunden suchen, Mehrwerte schaffen und aus Erfahrungen lernen.

Ollhäuser machte zudem deutlich, dass sich die Social Media-Welt weiter verändern wird. Die Fortschritte, die in diesem Bereich in den letzten Jahren gemacht wurden, lassen ahnen, wie stark sich Social Media auch weiterhin wandeln wird. Social Media-Kanäle befinden sich in einem permanenten Beta-Stadium, Mechanismen der viralen Verbreitung ändern sich ununterbrochen und nahezu täglich scheint es neue technische Möglichkeiten zu geben, wie Zielgruppen noch besser angesprochen oder analysiert werden können.

Die Rechtslage nicht aus den Augen verlieren
Große Aufmerksamkeit erregte zudem der Beitrag von Dr. Karsten Kinast, Kinast & Partner Rechtsanwälte. Er unterstrich, dass die rechtlichen Fragestellungen im Umfeld von Social Media zwar vielfältig, jedoch nicht eindeutig abgrenzbar sind. An konkreten Beispielen zeigte er auf, welche Gesetze bei den einzelnen Aktivitäten greifen können. So ist beispielsweise die Einbindung eines Impressums auf Unternehmensprofilseiten im Social Web nach dem Telemediengesetz Pflicht.

Dass es dabei große Stolpersteine gibt, zeigten zahlreiche Einwürfe seitens der Teilnehmer. Auch der Bereich Werbung über Social Media wurde ausführlich diskutiert. Die vielen Fragen aus dem Auditorium während des Vortrags von Dr. Kinast offenbarten, dass es große Unsicherheiten rund um Social Media und die deutsche Rechtslage gibt. Die Beantwortung dieser wird ein Thema sein, dem sich viele Versicherungsunternehmen in naher Zukunft stellen müssen.

Social Media im Einsatz
Konkrete Einblicke in den Social Media-Alltag in der Assekuranz gaben die Vorträge von Martina Faßbender (Gothaer Versicherung), John-Sebastian Komander (sijox Signal Iduna) und Bruno Kollhorst (Techniker Krankenkasse). Während die Gothaer Versicherung es als Ziel sieht, im Social Web den Dialog mit den Kunden zu suchen, möchte sijox „da sein, wenn man sie braucht“. Die Techniker Krankenkasse versucht hingegen aus Kunden Fans und die Marke erlebbar zu machen.

Alle drei Unternehmen betonten, dass Social Media eine Möglichkeit sei, dass Produkt Versicherung attraktiv zu machen und Botschaften so zu verpacken, dass sie die Nutzer, respektive Kunden, interessieren. Social Media ist daher für die Kommunikationsabteilungen der Assekuranz als große Chance zu verstehen.

Social Media im Versicherungsvertrieb
Eine ganz andere Seite der Social Media-Nutzung zeigten die Vorträge von Dr. Helge Lach (DVAG Vermögensberatung) und Henning Meyer (Sparkassen-Versicherung Sachsen). Beide Unternehmen nutzen die sozialen Medien für den Vertrieb und stimmen überein, dass nicht der anonyme Unternehmensauftritt, sondern die Präsenz der einzelnen Berater sinnvoll ist, um mit den Kunden über Social Media in Kontakt zu treten. Die Vertriebsagenturen, bzw. Berater bekommen daher von der DVAG und der Sparkassen-Versicherung Sachsen die bestmögliche Unterstützung für ihre Social Media-Aktivitäten.

In weiteren Vorträgen berichteten Reputation Manager gemeinsam mit PAAS Consulting, QUISMA, 3m5, Facelift sowie Werbeboten gemeinsam mit Wüstenrot & Württembergische zu konkreten Einsatzszenarien von Social Media-unterstützenden Softwareangeboten und Technologien.

Interaktion als Währung der sozialen Medien
Einhellige Meinung aller Referenten und Teilnehmer der diesjährigen Fachkonferenz „Social Media in der Versicherungswirtschaft“ war die sich wandelnde Bedeutung von harten Kennzahlen. Nicht mehr die Anzahl der Likes entscheidet über den Erfolg von Social Media-Maßnahmen, sondern der Grad der Interaktion mit den Nutzern. Die Frage, mit welchen Themen die größte Interaktionsrate bei den Kunden und Interessenten erreicht werden kann, hat in der Social Media-Strategie von vielen Unternehmen eine zentrale Stellung eingenommen. Es zeigte sich deutlich, dass in der Branche ein Umdenken stattgefunden hat und es wird spannend sein zu beobachten, wie die einzelnen Häuser dies umsetzen.

Um das Thema weiter zu evaluieren, laden die Versicherungsforen Leipzig bereits jetzt zur 5. Fachkonferenz „Social Media“ am 03./04. Februar 2015 nach Leipzig ein.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versicherungsforen.net/social-media

Quelle: Pressemitteilung Versicherungsforen Leipzig

Mobile IT – Nach dem Hype kommt der Nutzen

[Leipzig, 24. Februar 2014] Mit acht Millionen verkauften Tablets und über 26 Millionen verkauften Smartphones in Deutschland war mobile Endgeräte 2013 so gefragt wie nie. Mobile IT ist zwar nicht mehr neu, momentan jedoch ein umso wichtigeres Thema, denn mit dem veränderten Informations- und Kommunikationsverhalten wächst auch der Anpassungsdruck auf bestehende Geschäftsprozesse und IT-Systeme. Obgleich in vielen Häusern schon gute Ansätze und Projekte vorangetrieben werden, gibt es gerade in der Versicherungsbranche noch einigen Nachholbedarf. Dies war eines der zentralen Ergebnisse der 3. Fachkonferenz „Mobile IT in der Versicherungswirtschaft – Lösungen, Trends und Praxisberichte“ am 18. und 19. Februar 2014 in Leipzig.
 
Unter der fachlichen Leitung von Dr. André Köhler, Geschäftsführer der Softwareforen Leipzig, diskutierten Experten der Versicherungsbranche unter anderem darüber, wie sich die Bedeutung von mobiler IT in Unternehmen wandelt, welche Treiber für mobile IT existieren und welchen Herausforderungen die IT-Abteilungen gegenüber stehen. In Form von Praxisberichten und wissenschaftlichen Analysen gingen die Referenten – u. a. von AOK Systems, WGV-Informatik und Media, etvice oder Hewlett-Packard – auf aktuelle Marktentwicklungen, aber auch auf Stolpersteine und Erfolgsfaktoren im Umgang mit diesem Thema ein.
 
Mobilität 2.0 geht einher mit kultureller Veränderung
War vor einigen Jahren mobile IT meistens nur ein „me too“, ändert sich in vielen Unternehmen nun die Sichtweise auf mobile Geräte und Anwendungen. Unterschiedliche Trends, wie z.B. das Internet der Dinge, sind heute wichtige Treiber für Mobilität. Dies unterstrich Prof. Dr. Volker Gruhn, Universität Duisburg-Essen, in seinem Vortrag. Zudem führte er an, dass Kunden und Mitarbeiter heute aus dem privaten Umfeld so stark an mobile IT gewöhnt sind, dass Unternehmen es sich nicht mehr leisten können, dies in ihrer Unternehmens-IT zu vernachlässigen. Die kulturelle Veränderung, die mit der Verbreitung mobiler Endgeräte einhergeht, sei ebenfalls ein bedeutender Faktor: Physische Tastaturen weichen dem Touchscreen, „mobile Gesten“ wünscht man sich manchmal bereits für stationäre Endgeräte wie PC oder TV. 
 
Dem Gerätezoo Herr werden
Dass mobile Geräte in neun von zehn Unternehmen bereits eingesetzt werden, betonten Vladimir Steiner, Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband, und Daniel Karadza, Unify, in ihrem Vortrag zum Thema Mobile Device Management. Nicht nur die unternehmenseigenen, sondern vor allem auch die privaten Endgeräte, die von den Mitarbeitern geschäftlich genutzt werden, sind für die IT-Abteilungen eine große Herausforderung. Nur mit einer dezidierten Strategie bzw. Lösung für das Mobile Device Management lasse sich eine heterogene Systemlandschaft sinnvoll verwalten.
 
Georg Meyer-Spasche von der Rechtsanwaltskanzlei Osborne Clarke unterstrich unterdessen die Sicherheitsrisiken, denen sich Unternehmen beim Einsatz von mobilen Geräten stellen müssen. Von rechtlicher Seite gibt es klare Definitionen, wann Unternehmen für Lücken in der IT-Sicherheit haftbar sind. Er betonte, dass es eine Aufgabe der IT-Verantwortlichen sei, bei ihren Mitarbeitern ein Sicherheitsbewusstsein zu schaffen und durch ein unternehmensweites Sicherheitskonzept möglichst viele Schwachstellen von vornherein zu beseitigen.
 
Doch nicht nur Endgeräte müssen angemessen verwaltet werden, auch bei der Entwicklung von eigener mobiler Software stellen sich für Versicherungsunternehmen einige Fragen. Grundsätzlich gilt es zu überlegen, welche Software-Architektur für die mobilen Anwendungen die richtige ist – sollen diese web- oder app-basiert entwickelt werden? Dieser Frage stellten sich Prof. Dr. Volker Gruhn und Prof. Dr.-Ing. Thomas Ritz (Fachhochschule Aachen), die in einem Streitgespräch gegensätzliche Meinungen vertraten. Beide Seiten fanden bei der Diskussion schlagkräftige Argumente. So wies Prof. Gruhn darauf hin, dass von Business-Logik geprägte Anwendungen heute meistens webbasiert seien. Bei der Programmierung brauche man nicht auf die unterschiedlichen Betriebssysteme oder Gerätetypen Rücksicht nehmen. Er wies zudem auf die zentralere Position von Webanwendungen hin: Updates und Wartung beispielsweise seien dadurch wesentlich einfacher.
 
Prof. Ritz betonte hingegen die Vorteile app-basierter Anwendungen. Diese habe man nicht nur auf dem Smartphone oder Tablet immer dabei, sondern könne sie auch offline ansteuern. Zudem stellte Prof. Ritz die Usability solcher Anwendungen heraus, die bei nativen Apps bedeutend besser sei als bei webbasierten Anwendungen. In puncto Sicherheit gab es hingegen für beide Software-Architekturen Pro und Contra.
Dass die Streitfrage nicht eindeutig zu beantworten ist, zeigte sich auch bei der anschließenden Abstimmung im Auditorium. Beide Positionen erhielten etwa 50 Prozent der Stimmen. 
 
Mit Strategie zum Erfolg
Die Wahl der richtigen Software-Architektur ist aber nur ein Aspekt bei der mobilen Ausrichtung der IT-Landschaft. Der Einsatz mobiler IT im Unternehmen gelingt am besten, wenn sich Unternehmen für eine dezidierte Mobilitätsstrategie entscheiden, denn Mobility verändert die Spielregeln der IT und ermöglicht Unternehmen neue Geschäftsmodelle. Dies haben Vincent Wolff-Marting, Versicherungsforen Leipzig, und Roland Nagel, Gesundheitsforen Leipzig, in ihrem Vortrag hervorgehoben. Bei der Entwicklung einer Mobility-Strategie seien verschiedene Dimensionen zu berücksichtigen, wie z. B. Geschäft und Technologie oder die unterschiedlichen Nutzergruppen.
 
Auch der Vortrag der adesso mobile solutions drehte sich um das Thema IT-Strategie. Durch die neuen Kontaktpunkte, die sich aus der mobilen Entwicklung für die Kunden ergeben, sei die bisherige 1-zu-1-Kommunikation nicht mehr zeitgemäß. Vielmehr müssen sich Unternehmen einen Multi-Channel-Ansatz für ihre IT-Strategie überlegen und die unterschiedlichen Kontaktpunkte sinnvoll verknüpfen.
 
Wie eine mobile IT-Strategie in der Assekuranz konkret aussehen kann, zeigte der Vortrag von Lothar Engelke, ITERGO. Ihm zufolge ist es besonders wichtig, den Nutzen, der durch eine mobile Anwendung entsteht, für den Anwender wie für das Unternehmen konkret hervor zu heben. Konrad Häuslmeier, die Bayerische, zeigte gemeinsam mit Stephan Hämmerl, iS2, ebenfalls einen konkreten Anwendungsfall und erläuterte, wie die Bayerische den papierlosen Antragsprozess mit einer mobilen Anwendung ermöglicht.
 
Überdies gab Prof. Dr.-Ing. Ritz den Konferenzteilnehmern aus wissenschaftlicher Sicht einen Einblick in die mobile Unterstützung von Schadengutachtern. Er betonte, wie essentiell es ist, nicht nur mit dem Kunden in enger Abstimmung bei der Entwicklung einer mobilen Anwendung zu stehen, sondern vor allem im Blick zu behalten, welchen möglichen äußeren Einflüssen der Nutzer bei der Bedienung ausgesetzt ist.
 
Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte zwingt Versicherungsunternehmen, weitere mobile Komponenten in ihre IT-Landschaft zu integrieren. Um bei der Einführung eine möglichst reibungslose Integration in die Geschäftsprozesse und Infrastrukturen zu gewährleisten, ist auch die Auswahl eines geeigneten Branchenstandards wichtig. Die vorhandenen Standards müssen zum Teil noch angepasst bzw. erweitert werden, um sie auch für mobile Endgeräte zu etablieren.
 
Intensiv wurde daher auf der Fachkonferenz ebenfalls diskutiert, wie es möglich ist, private und geschäftliche Daten und Anwendungen auf den Geräten zu trennen und welche technischen Unterstützungen die Plattformen dazu bieten – oder eben nicht.
 
Als ein Fazit aus der Konferenz lässt sich festhalten, dass der Einsatz mobiler Geräte und Anwendungen auch in der Assekuranz weiter an Bedeutung gewinnt. Um hier erfolgreich zu sein, gilt es für Versicherer, das Ganze mittels einer Mobility-Strategie im Auge zu behalten und dabei die Bedürfnisse sowohl von Mitarbeitern als auch von Kunden als Anwender nicht zu vernachlässigen.
 
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.versicherungsforen.net/mobile_it

 

Quelle: Pressemitteilung, Versicherungsforen Leipzig

Premiumberatung gegen App-Invasion

Dort wo Versicherungs-Bedarf sein könnte, werden Apps bald längst da sein. Außer Kontakten erzeugen Apps auch neue Bedürfnisse. Versicherungsfremde Unternehmen treiben den Markt und rütteln am Expertenstatus. Die Rettung sind Premiumkunden.

–>> Weiter im Orginalartikel auf: http://www.procontra-online.de/artikel/date/2014/02/premiumberatung-gegen-die-invasion-der-apps/ 

Hier finden Sie die Studie zum Artikel zum kostenlosen Download: www.2bahead.com/studien/trendstudie/detail/trendstudie-zukunft-der-versicherungen/

Social Media in der Praxis: Interview mit Oliver Mack

Antje Gellert (Leiterin Kompetenzfeld Versicherungsmarketing bei den Versicherungsforen in Leipzig)  im Interview mit Oliver Mack (Chief Operating Officer bei Hoesch & Partner GmbH Versicherungsmakler) über den Nutzen von Social Media für Versicherungsmakler:

Herr Mack wird auch auf der Fachkonferenz Social Media in der Versicherungswirtschaft am 25. und 26. Februar 2014 in Leipzig als Referent zu erleben sein.

Veranstaltungstipp: @ssekuranzfoum 2012 – Die größte Konferenz für die Versicherungswirtschaft zum Thema Social Media

Das @ssekuranzforum 2012 – Versicherungswirtschaft 2.0 findet am 15. November 2012 in München statt. Auf der Konferenz referieren Wissenschaftler und Praktiker der Versicherungswirtschaft zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Social Media. Der Geschäftsführer der veranstaltenden MSG Consulting Maurizio Singh erläutert: „Nachdem wir im letzten Jahr einen Überblick über den Status Quo der Web 2.0-Aktivitäten in der Assekuranz gegeben haben, widmen wir uns in diesem Jahr der Frage, wie Social Media in die Gesamtstrategien der Versicherungsunternehmen eingebunden werden kann. Aus diesem Grund steht das @ssekuranzforum 2012 unter dem Motto: Die richtige Strategie entscheidet!“
 
Spannende Referenten wie beispielsweise Michael Samak (CEO von Saatchi & Saatchi), Dominic Multerer, Deutschlands jüngster Marketingchef, sowie Petar Markovic von Google sowie Verantwortliche von der Generali und Ergo Gruppe werden ihre Social Media Strategien und Best Practices vorstellen. Keylens Management Consultants wird die Ergebnisse einer umfassenden Studie über Social Media präsentieren.
 
Zum ersten Mal auf der Social Media Konferenz wird ein World Café stattfinden, bei dem die Besucher des @ssekuranzforums in kleinen Gruppen mit Experten über verschiedene Strategiethemen diskutieren können.
 
Mehr Informationen finden Sie unter www.assekuranzforum.com.
 
Ansprechpartner:
Maurizio Singh
Tel. 0171 16 46 553
assekuranzforum@gmail.com
 
 
Das @ssekuranzforum wurde im Jahre 2010 von Studenten und Doktoranden gegründet. Das Ziel ist es ein Forum zu aktuelle Entwicklungen in der Versicherungswirtschaft zu bieten. Inzwinschen wird das @ssekuranzforum von der MSG Consulting des Gründers der Initiative  Maurizio Singh veranstaltet.

Veranstaltungstipp: Quo vadis Unternehmenskommunikation?

[Leipzig, 19. Juni 2012] Die Versicherungsforen Leipzig laden Kommunikations-verantwortliche der Versicherungswirtschaft zum regelmäßigen fachlichen Austausch ein.
Die Anforderungen an die PR-Verantwortlichen in der Versicherungswirtschaft sind komplexer und diffiziler geworden. Mehr denn je müssen sie ihre Standpunkte und Vorhaben so formulieren, dass sie Akzeptanz und Unterstützung aus ihrem Umfeld gewinnen und Kontroversen möglichst verhindern, während zeitliche, finanzielle und personelle Ressourcen immer knapper werden. Dabei ist der professionelle Umgang mit Kommunikation längst zu einem Schlüsselfaktor für den Erfolg eines Unternehmens geworden. Dennoch sehen sich die Kommunikationsverantwortlichen der Versicherer oft mit der Frage konfrontiert, welchen Mehrwert sie dem Unternehmen liefern können.
Die Relevanz des Themas und zahlreiche Anfragen aus der Praxis haben die Versicherungsforen Leipzig dazu veranlasst, einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch unter dem Titel „Unternehmenskommunikation in der Versicherungswirtschaft“ ins Leben zu rufen. Ziel ist der fachliche Austausch zwischen Kommunikationsverantwortlichen der Versicherungswirtschaft rund um die Themen externe und interne Kommunikation. Mithilfe von Best-Practice-Beispielen und Impulsen aus der Wissenschaft sollen mögliche Lösungen aufgezeigt und neue Perspektiven auf die einzelnen Themen eröffnet werden. Das erste Treffen findet am 18.09.2012 in Leipzig statt.
Weitere Informationen zur Anmeldung erhalten Sie unter www.versicherungsforen.net/uk

Ihre Ansprechpartnerin
Vicki Richter
T +49 (0)341 / 1 24 55 – 18
E richter@versicherungsforen.net
I http://www.versicherungsforen.net/presse

Fachsymposium „Social Media in der Versicherungswirtschaft“: Die Zeit des Experimentierens ist vorbei

Pressemitteilung der Versicherungsforen Leipzig

[Leipzig, 29. Februar 2012] Unter fachlicher Leitung der Versicherungsforen Leipzig fand vom 28. bis 29. Februar das 2. Fachsymposium „Social Media“ statt. Rund 100 Teilnehmer aus der Versicherungswirtschaft, darunter Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Marketing, PR, Vertrieb, Personal und IT, nahmen an der zweitägigen Veranstaltung in Leipzig teil.

Aus der Weiterentwicklung sozialer Netzwerke und der neuen Generation mobiler Endgeräte ergeben sich viele Ansatzpunkte zur Neukundengenerierung. Die Versicherungswirtschaft, die dieser Entwicklung bisher größtenteils noch mit Zurückhaltung begegnete, muss diesen Trend noch stärker aufgreifen und eigene Lösungen finden, wenn sie auch künftig mit den zunehmend Social-Media-affinen Kunden auf Augenhöhe kommunizieren will. Während des Symposiums wurde intensiv über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen bei der Implementierung von Social-Media-Aktivitäten in bestehende Marketing- und Vertriebsstrategien diskutiert.

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Versicherungsbote: Bericht vom Fachsymposium „Social Media in der Versicherungswirtschaft“

Wie Makler und Versicherungsunternehmen mit Facebook, Twitter und Co. umgehen – heiße Diskussionen und einen regen Erfahrungsaustausch prägten das diesjährige Fachsymposium „Social Media in der Versicherungswirtschaft“ in Leipzig.

Weiter auf: Versicherungsbote.de

Morgen gibt es hier im blog ein Interview mit Herrn Frank Roth, Leiter Unternehmenskommunikation bei den ERGO Direkt Versicherungen zum Thema: Kundendialog 2.0: Veränderung in der Unternehmenskommunikation durch Social Media aus der Sicht einer Direktversicherung.